Mit vereinten Kräften Kindern helfen
Unter diesem Motto stand in diesem Jahr der mittlerweile 4. Euregio-Budolehrgang des Kun-Tao Übach e.V.
Der Lehrgang, der in den Anfangsjahren fast ausschließlich Sportler und Kämpfer aus der Euregio angelockt hat, istmittlerweile zum großen Spektakel in der Branche derKampfsportler geworden.
Erstmals konnte der Veranstalter sogar Referenten aus Hagenund aus Wiesbaden begrüßen. Renshi (6. Dan Jiu-Jitsu) Bernd Kampmann sagte sofort zu, als er von dem Lehrgang erfuhr und ihm mitgeteilt wurde, dass die gesamten Erlöse einemwohltätigen Zweck zugutekommen werden. Es war, wie in den Vorjahren auch, allen Referenten eine Ehre mitzumachen, zudem alle Referenten unentgeltlich dabei gewesen sind.
Das Angebot war in diesem Jahr besonders verlockend. Nebenden 14 verschiedenen Stilrichtungen, aus denen dieteilnehmenden Sportlerfrei wählen konnten, gab es weitere Highlights:
Unter freiem Himmel konnten die Kämpfer sich im Bogenschiessen üben. Der Wettergott hatte ein Einsehen, sodass der Spaßfaktor und das Interesse auch dort sehr hochwaren.
Ein weiteres Highlight war das Fechtmobil der Olympiasiegerin Britta Heidemann. Jeder, der etwas Zeit und Freizeit hatte,versuchte die meisten Punkte zu erreichen. Von den ganz Kleinen bis zu ganz Großen war der Ehrgeiz zu gewinnen unglaublich hoch. Reinhard Heidemann, der Vater der Olympiasiegerin, war vor Ort und konnte zudem weitere Tippsund Informationen zum Fechten geben und hat einen besonderen Preis für den Tagesbesten ausgesprochen: Er darfbei einem Turnier die Olympiasiegerin kennenlernen. Die Jungs vom Kiatsu-Team sind spontan als Referenten des Parkour und Freerun eingesprungen. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass dies ein absoluter Glücksgriff gewesen ist. Sie haben durch und mit ihren akrobatischen und waghalsigenSprüngen und Übungen alle mehr als begeistert. Mal waren sie auf den Dächern unterwegs, ein anderes Mal liefen sie einen halben Meter über dem Boden zwischen den Bäumen.Geländer und Tore waren kein Hindernis, sondern eine Herausforderung für alle. Im Freizeitpark Alsdorf wunderten sich die Besucher nur, was „die da so machen“.
Wie immer war die Stimmung und Atmosphäre in der Halle unglaublich positiv. Es gab nur lachende oder angestrengte Gesichter zu sehen. In diesem Jahr war auch der Anteil der weiblichen Sportlerinnen deutlich höher als in den letzten Jahren. Das zeigt, dass das Konzept wirklich für alle Kampfsport-Interessierten passt. Hier stehen der Spaß an der Bewegung und der verantwortungsvolle Umgang mit Kampfsportarten an erster Stelle. Nette Menschen kennenlernen und etwas Gutes für andere Kinder tun.
Kun-Tao Übach, Verantwortlicher für die Richtung des „Zhi-Quan“und Initiator des Treffens, ist es dabei egal, welchen Stil die Teilnehmer bevorzugen: „Wir möchten alle an diesem Tagzeigen, welche Möglichkeitenes gibt, sich körperlich fit zuhalten, geistig zu fordern und selbstbewusster durch den Alltagzu gehen. Dabei freuen wir uns, so hervorragende Mitstreiter aus den anderen Vereinen und Verbänden gefunden zu haben. Denn was man tut ist egal – Hauptsache man tut es richtig …und hat Spaß dabei. Ein hartes Training, bei dem man gefordertwird und spannende Techniken lernt, ist wichtig. Aber man muss auch mal über sich selbst lachen können, wenn man bei einer Übung keine so gute Figur macht.
Der Lehrgang selbst war so aufgebaut, dass die Trainingseinheiten parallel auf mittlerweile siebenMattenflächen abgehalten wurden und im Rotationsverfahren durchlaufen werden konnten. 6 Einheiten von 50 Minuten mit ca.10 Minuten Pause ließen zum Abend hin die körperlichen Grenzen erkennen. Diese wich aber am Abend der Begeisterung: Bei einer kleinen Budogala kamen die Anwesenden nicht mehr aus dem Staunen heraus. So zeigten die Sportler des Wing Chun ihre Techniken gegen Angriffe und Schläge. Selbst mit verbundenen Augen war es möglich die Schläge abzuwehren. Das Kiatsu-Team, obwohl nach eigener Aussage „müde vomTag und der Anreise“, zeigte Saltos, Räder und unglaubliche Sprünge am laufenden Band. Die Gruppe des Capoeira-Aaachen e.V mit Graduado Lagosta animierte alle Anwesenden auf der Tribüne zum Klatschen und Jubeln. Über 20 Minuten begeisterten sie die Menge mit ihren akrobatischen Bewegungen und Tänzen. Hierfür bedankte sich der Veranstalter ganz herzlich.
Der zweite Tag ließ erkennen, dass es schon sehr anstrengend gewesen ist. Es waren deutlich weniger Teilnehmer vor Ort. Diese blieben aber bis zum Schluss gegen 16.00 Uhr. Es wurden alle Gäste verabschiedet, allen Teilnehmern eine gute Heimreise gewünscht mit der Hoffnung, diese im nächsten Jahr wieder begrüßen zu können.
Gewonnen haben auf jeden Fall die Kinder, denen die Einnahmen zugute kommen. Die "Weltweite Initiative für Soziales Engagemente.V." wird uns berichten, was mit den Spenden alles durchgeführt wird.
Wir freuen uns alle auf das nächste Jahr in Runde 6 des Euregio-Budolehrgangs und bedanken uns bei den Teilnehmern sowie den Meistern und Referenten ihres Faches:
Costa Manolopoulos (Bushido Ryu), Graduado Lagosta(Capoeira), Joseph Spreutels (Chi-Kung-Thai), Jörg Kabeck (Ka-Si-Do und Pencak Silat), Bernd Kampmann (Jiu-Jitsu),Sascha Baumeister (Krav Maga), Christian Grüneberg (Kung FuDju Su), Mike & Norbert (Systema), Frederick Jungheim (Tai-Kien), Friedel Flecken (Wing Chun), Delon Stojanovic (Nauka)und dem Kiatsu-Team mit Manuel Cargnel.
Alle Bilder und Videos zu diesem Lehrgang hat der Veranstalterauf der Seite www.bizhu.net ins Netz gestellt. Interessierte können sich dort nach Anmeldung ein Bild davon machen.
